Feuer und Flamme für BEM:
Das Eisenwerk Brühl

Asaf Öztürk trägt eine petrolblaue Steppjacke über einem schwarzen Shirt. Seine Hose ist beige. Er hat weiß-grau melierte kurze Haare und einen weiß-grau melierten Vollbart. Er trägt eine dezente Brille und lacht in die Kamera.

BEM aus einem Guss

Es geht geschäftig zu an der Waage des Eisenwerks Brühl. Die Laster rollen ein und aus, und alle kommen sie an Asaf Öztürk und Frank Esser vorbei. Wenn die Fahrer ihre Lkw auf die Waage gefahren haben, müssen sie die 19 Stufen zum Büro der beiden hinaufsteigen und die Frachtpapiere aushändigen. Esser und Öztürk arbeiten erst seit einem halben Jahr zusammen, doch sie verstehen sich gut. Öztürk wurde aufgrund einer Schwerbehinderung Anfang 2020 an die neue Stelle an der Waage versetzt.  

Frank Esser erlebte ähnliches, allerdings vor 15 Jahren. Damals verlor er durch einen Wegeunfall einen Großteil seiner Sehkraft und wurde an die neue Stelle versetzt, da die Arbeit dort auch mit Hilfsmitteln wie einer Lupe gut funktioniert. Seine Erfahrung und Empathie zahlen sich aus. Er lernte Asaf Öztürk ein – und die beiden freundeten sich an. „Ein echtes Dreamteam“, sagt die BEM-Beauftragte des Eisenwerks, Monika Kern. Ein gutes und durchdachtes betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) hat die beiden zusammengebracht – und darauf ist Monika Kern stolz.

Monika Kern trägt ein schwarzes Oberteil und einen Loop-Schal. Sie hat kurze helle Haare und eine runde Brille mit schwarzem Rand. Um den Hals trägt sie eine Kette mit einem Anhänger, auf dem das Symbol für das Sternzeichen „Löwe“ zu sehen ist. Frau Kern lächelt in die Kamera und hat den Kopf leicht zur Seite geneigt.

BEM aus Überzeugung

Kern ist seit 2018 BEM-Beauftragte des Eisenwerkes. Sie hatte damals selbst den Vorschlag gemacht, das Thema hauptberuflich zu betreuen. Seitdem hat sie durch viele kleine und große Veränderungen einiges erreichen können. Die wichtigste Errungenschaft ist wahrscheinlich die BEM-Betriebsvereinbarung, die das Eisenwerk verabschiedet hat. Damit ist der BEM-Prozess geordnet und systematisiert und Mitarbeiter, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung haben eine Handhabe, wenn es um Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung oder länger erkrankte Beschäftigte geht. Gleichermaßen wichtig ist das Arbeitsplatzkataster, das das Eisenwerk angelegt hat. Dort sind alle Arbeitsplätze im Eisenwerk mit ihren Anforderungen verzeichnet. So ist ein behinderungs-, krankheits- oder altersbedingter Wechsel viel leichter möglich, da nicht mehr alle Informationen zum Arbeitsplatz erst eingeholt werden müssen, sondern bereits vorliegen. Kerns Verdienst ist auch das kleine, aber funktionale BEM-Team. Es besteht aus Kern selbst als Vertreterin des Arbeitsgebers, einem Betriebsarzt, einem Betriebsrat und dem Schwerbehindertenvertreter.

Frank Hofer steht vor einem Gabelstapler, der gerade rauchende Motorblöcke fährt. Er hat kurze graue Haare und trägt ein rot-weiß-blau kariertes kurzärmeliges Hemd. Er lächelt in die Kamera und hält in seiner Hand einen weißen Schutzhelm.

Vertrauensperson

Frank Hofer hat mit 17 Jahren begonnen, im Eisenwerk Brühl zu arbeiten, „und nun gehe ich stramm auf die 60 zu!“, lacht er. Das Eisenwerk Brühl hat insgesamt um die 1.600 Mitarbeiter, davon über 150 Beschäftigte mit Schwerbehinderung oder ihnen Gleichgestellte. Anlass für BEMs gibt es häufiger, denn die Arbeit ist körperlich herausfordernd und der Altersdurchschnitt mit 46 Jahren recht hoch. Kommt es zu einem BEM-Verfahren, dann muss das BEM-Team den betroffenen Mitarbeiter ins Boot holen. Denn das ist ganz wichtig am BEM: Ohne den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin geht es nicht. Beschäftigte müssen dem Prozess zustimmen und können auch jederzeit abbrechen. Teilweise, wenn es beispielsweise um Suchterkrankungen geht, kann es in der BEM-Runde auch schon mal sehr emotional werden. Meistens geht es aber sachlich und zielorientiert zu. Die Teammitglieder tauschen sich aus zu Beschwerden und Einschränkungen des betroffenen Mitarbeiters und überlegen sich Lösungen. Das können neue Arbeitsmittel sein, die Erleichterung verschaffen, zum Beispiel eine Stehhilfe bei Menschen mit Arthrose. Das kann eine verkürzte Arbeitszeit sein, wenn ein depressiver Mitarbeiter sich nicht mehr so gut konzentrieren kann. Das können aber auch Arbeitsplatzwechsel sein. So wie bei Asaf Öztürk und Frank Esser.

Frank Esser steht an der Werkseinfahrt, im Hintergrund ist ein Lastwagen und ein Containerhäuschen, zu dem eine Treppe mit gelbem Geländer hinaufführt, zu sehen. Frank Esser trägt ein blaues Sweatshirt mit dem Adidas-Logo auf der Brust, sowie Jeans. Er lächelt und hält die Hände vor dem Bauch verschränkt.

Die Beschäftigten finden’s gut

Esser macht seinen Job gerne, das merkt man ihm an - seit er den neuen Kollegen Öztürk an der Seite hat, sogar noch ein bisschen lieber. Er kann seine Sehbehinderung durch seine elektronische Lupe gut ausgleichen. Wenn es einmal zu Schwierigkeiten kommt, greift ihm sein Kollege Öztürk unter die Arme. Esser wiederrum punktet mit 15 Jahren Arbeitserfahrung an der Waage. Die beiden haben unterschiedliche Schwerbehinderungen und sind auch auf unterschiedlichen Wegen zu ihren neuen Stellen gekommen. Esser noch „oldschool“ ohne BEM, Öztürk 2020 mit dem BEM-Prozess. Die Vorteile des neuen, systematischen Vorgehens haben sich bei letzterem gezeigt. Da zunächst nicht klar war, ob die Stelle an der Waage für Öztürk passen würde, hat eine sogenannte Arbeitserprobung stattgefunden. Die Kosten für den Lohn während dieser halbjährigen Probezeit liefen über eine spezielle BEM-Kostenstelle. Dadurch soll die Arbeitserprobung auch für die aufnehmenden Abteilungen interessant und attraktiv gemacht werden. Und das funktioniert.

 Portraitaufnahme von Monika Kern

Aus Freude an der Freude

Wenn BEM funktioniert, dann profitieren alle. Das neue BEM ist im Eisenwerk Brühl insgesamt sehr gut angenommen worden. Im Sommer 2020 gab es dafür sogar eine Auszeichnung. Das LVR-Inklusionsamt vergab eine mit 10.000 Euro dotierte BEM-Prämie an das Brühler Eisenwerk. Die Zusammenarbeit mit dem Inklusionsamt und dem Integrationsfachdienst funktioniert gut. Monika Kern fühlt sich gut unterstützt. Über die Prämie freut sie sich besonders. Die wichtigste Wertschätzung ihrer Arbeit kommt aber von den Mitarbeitern selbst. Wenn diese zufrieden sind, ist es Monika Kern auch.

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So geht BEM

1. Vorbereiten

Alle Beteiligten müssen über das Betriebliche Eingliederungsmanagement informiert, teilweise auch überzeugt, werden. BEM-Verantwortliche werden festgelegt, im Idealfall ein BEM-Team gegründet. Die Fehlzeiten der Mitarbeiter werden erfasst.

2. Strukturen festlegen

Was sind Hilfestellungen, die im BEM nützlich werden können (siehe z.B. Arbeitsplatzkataster des Eisenwerks Brühl)? Wo kann welche Unterstützung eingeholt werden? Was könnte im Prozess nötig werden? Diese Fragen sollten vorher gestellt und bereits Antworten gefunden werden.

3. BEM-Vereinbarung

Die BEM-Vereinbarung ist optional. Sie ist aber empfehlenswert, weil sie für Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite Verbindlichkeit schafft und die Prozesse strukturiert. Ziele und Grundsätze der Zusammenarbeit im Verfahren werden für alle Beteiligten deutlicher. Auch die Verantwortlichkeiten werden in der BEM-Vereinbarung idealerweise festgehalten – so bietet sie die beste Orientierung.

4. Einleiten

Die betroffenen Mitarbeiter werden kontaktiert und ein BEM-Erstgespräch geführt. Ziel des Erstgesprächs ist die Einholung einer Zustimmung der Mitarbeiter ­­– oder auch die Ablehnung des BEM. Wichtig: Lehnt der Mitarbeitende das BEM ab, so ist das Verfahren bereits nach der Einleitungsphase beendet. Die Mitarbeiter können das BEM auch später noch jederzeit abbrechen.

5. Umsetzen

Besprechen Sie den Fall gemeinsam mit den Mitarbeitern und nutzen Sie die Strukturen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Vereinbaren Sie gemeinsame Maßnahmen und setzen Sie diese im Anschluss zusammen mit den Mitarbeitern um.

6. Hilfe holen

Im BEM-Prozess für Menschen mit Schwerbehinderung treten unter Umständen Unsicherheiten auf. Dann können sich BEM-Beauftragte an die Integrationsämter wenden, denn eine externe Beratung kann in diesem Fall hilfreich sein. Diese bieten auch Schulungen für die BEM-Verantwortlichen in den Betrieben an.

7. Beenden

Der Prozess des BEM kann unterschiedliche Ergebnisse erzielen – eines ist aber immer gleich: Das BEM muss dokumentiert und die Maßnahmen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit bewertet werden. Es gilt zu prüfen, ob die Ziele der BEM-Maßnahmen erfüllt wurden. Hier zählt auch die persönliche Einschätzung des Mitarbeiters.

8. Anpassen

Aus der Dokumentation und Bewertung der Maßnahmen ergibt sich gegebenenfalls Anpassungsbedarf für das BEM. Langfristig soll das BEM-Verfahren im Unternehmen normiert und systematisiert werden.

Das Eisenwerk in Bildern

Das Foto wurde im Büro der Waage aufgenommen. Frank Esser trägt Jeans und ein blaues Sweatshirt, er sitzt. Neben ihm steht Asaf Öztürk. Er trägt ein schwarzes T-Shirt und eine beige Arbeitshose. Beide lachen, im Hintergrund ist eine große Uhr zu sehen, auf der es 10 vor zwölf ist.
 An einem Schreibtisch sitzt Frank Esser vor einem Bildschirm. Vorne in der Tür steht ein Lastwagenfahrer mit Helm und einer Schutzweste und überreicht ihm ein Klemmbrett mit Papieren. Beide abgebildeten Personen tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung.
Frank Esser trägt Jeans und ein blaues Sweatshirt und läuft mit einem Strahlenmessgerät an der Ladefläche eines Lasters entlang. Das Gerät ist auf einem Teleskopstab montiert. Der Laster hat eine graugrüne Ladefläche, an der Seite steht in großer Typo „Rohstoffe für die Zukunft“.
In der Einfahrt des Eisenwerkes sind einige Rollen auf dem Boden, dort befindet sich gerade ein Laster und wird gewogen. Er ist von hinten zu sehen und hat eine graue Ladefläche. Neben der Waage befindet sich ein erhöhtes Containerhäuschen, zu dem eine Treppe mit einem gelben Geländer hinaufführt. Auf der Plattform vor dem Häuschen sieht man Frank Esser, der gerade zur Tür hineingeht.
Ein dunkelblauer Lastwagen – man sieht nur den hinteren Teil – hat die Ladefläche gekippt und Schrott fällt heraus. Hinter dem Laster ist bereits ein großer Haufen Schrott – alles ist verrostet und es wirbelt rötlicher Eisenstaub auf. Dadurch werden die Sonnenstrahlen sichtbar, ein sehr stimmungsvolles Bild. Im Hintergrund sind Industrieanlagen des Eisenwerks zu sehen.
 Ein blauer Bagger mit einem großen Magneten am Arm nimmt den Schrott von unten auf und befördert ihn nach oben auf den Schrottberg. Die Sonne scheint, der Schrott glänzt rötlich und rostig. Im Hintergrund sieht man ein Lagerhaus.
Ein Arbeiter in silberfarbener Schutzausrüstung und einem Helm mit Visier steht in der Anlage und macht sich bereit, die Schlacke vom flüssigen Eisen abzuschöpfen. Das Eisen läuft aus dem Hochofen durch einige Rinnen bis zur Gussanlage. Im Vordergrund sieht man einen großen Kessel, in dem das flüssige Eisen zwischengelagert wird. Durch die helle Farbe des Eisens ist das ganze Bild in ein helloranges Licht getaucht. Das Licht spiegelt sich im Visier des Arbeiters.
Ein Arbeiter mit einem Schutzhelm steht an einer Kontrolleinheit mit Hebeln und Knöpfen, im Hintergrund sieht man etwas abgetrennt einen Kessel, der gerade flüssiges Eisen ausschüttet. Vor dem Kessel sprühen Funken.
Ein rot-schwarzer Gabelstapler hat eine große Palette aus Eisen geladen. Auf ihm sind schwarz verkohlte, rauchende, sandige Blöcke zu sehen. Der Boden ist ebenfalls rußig, im Hintergrund sieht man eine Wellblechhalle.

Frank Esser und Asaf Öztürk sind das „Dreamteam“ an der Waage. Seit einem halben Jahr arbeiten die beiden Mitarbeiter mit Schwerbehinderung zusammen.

Frank Esser nimmt an der Waage die Frachtpapiere eines Lastwagenfahrers an.

Frank Esser prüft mit seiner speziellen Lupe die Frachtpapiere. Die Lupe kann bis zu sechzehnfach vergrößern.

Frank Esser läuft mit einem Strahlungsmessgerät am Laster entlang – hier nur zu Demonstrationszwecken. Dass radioaktiv belasteter Schrott angeliefert wird, ist selten, kommt aber vor. Dann übernimmt das Bundesamt für Strahlenschutz.

Die Waage befindet sich direkt an der Einfahrt des Eisenwerkes: Dort werden alle einfahrenden und ausfahrenden Lieferfahrzeuge gewogen und die Frachtpapiere geprüft. 

Schrott ist ein wertvoller Rohstoff im Eisenwerk Brühl. Täglich werden viele Ladungen Schrott angeliefert.

Der Schrott wird von einem Magnet-Bagger aufgeschichtet.

Ein Arbeiter nimmt die Schlacke vom flüssigen Eisen, bevor es in der Gussanlage in die Gussformen gegossen wird – eine heiße Angelegenheit: Manche Arbeiter trinken bis zu sechs Liter Wasser während der Schicht.

Ein Arbeiter steuert am Ofen den Ausguss des flüssigen Eisens.

Ein Gabelstapler nimmt die frisch gegossenen Motorblöcke auf und fährt sie zum Kühlen.

Perspektiven

Monika Kern trägt ein schwarzes Oberteil und einen Loop-Schal. Sie hat kurze helle Haare und eine runde Brille mit schwarzem Rand. Um den Hals trägt sie eine Kette mit einem Anhänger, auf dem das Symbol für das Sternzeichen „Löwe“ zu sehen ist. Frau Kern lächelt in die Kamera und hat den Kopf leicht zur Seite geneigt.

„Wenn das BEM funktioniert und der Mitarbeiter bei uns bleiben kann: Das macht schon glücklich!“

Monika Kern – BEM-Verantwortliche im Eisenwerk Brühl

„Durch das BEM habe ich einen tollen neuen Kollegen bekommen – den gebe ich nicht mehr her!“

Frank Esser – Mitarbeiter im Eisenwerk Brühl
Frank Esser steht an der Werkseinfahrt, im Hintergrund ist ein Lastwagen und ein Containerhäuschen, zu dem eine Treppe mit gelbem Geländer hinaufführt, zu sehen. Frank Esser trägt ein blaues Sweatshirt mit dem Adidas-Logo auf der Brust, sowie Jeans. Er lächelt und hält die Hände vor dem Bauch verschränkt.
Frank Hofer steht vor einem Gabelstapler, der gerade rauchende Motorblöcke fährt. Er hat kurze graue Haare und trägt ein rot-weiß-blau kariertes kurzärmeliges Hemd. Er lächelt in die Kamera und hält in seiner Hand einen weißen Schutzhelm.

„Seit wir das BEM haben, haben wir auch eine offizielle Handhabe, das hilft sehr.“

Frank Hofer - Schwerbehindertenvertretung
Ein Mitarbeiter in Schutzkleidung schöpft Schlacke vom flüssigen Eisen ab.

Das Eisenwerk

Das Eisenwerk in Brühl produziert seit über 90 Jahren Werkstücke aus Eisen. Ursprünglich wurde das Produktprogramm durch Motorblöcke und Zylinderköpfe bestimmt. Aktuell richtet sich das Eisenwerk neu aus und erweitert die Produktpalette, um das Know-How auch in viele weitere Anwendungen einzubringen.

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gegründet von Georg Sandmann

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Mitarbeiter, davon ca. 1300 in der Produktion

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Beschäftigte mit einer Schwerbehinderung

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Tausend Motorblöcke verlassen jährlich das Werk

Vor­bildliches Betrieb­liches Eingliederungsmanagement

Das sind die 5 Preisträger 2020
 

Das LVR-Inklusionsamt zeichnet Arbeitgeber der privaten Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes seit 2007 für ihr erfolgreiches BEM aus. Bis zu fünf Preisträger erhalten jedes Jahr Prämien von jeweils 10.000 Euro. Die Übergabe der diesjährigen Auszeichnungen erfolgte im Rahmen einer kleinen Feierstunde in den jeweiligen Betrieben bzw. Dienststellen.

Sie haben Interesse an einer Teilnahme? Hier geht’s zu den Kriterien zur Vergabe der BEM-Prämie!

Und das sind die fünf Besten dieses Jahres:

 

Prof. Dr. Angela Faber, LVR-Dezernentin Schulen, Inklusionsamt, Soziale Entschädigung, zeichnet die Kaiserswerther Diakonie für ihr vorbildliches BEM aus: Cordula Jäger, Leiterin der Personalabteilung, Anja Fiegl, BEM-Beauftragte, und Pfarrer Klaus Riesenbeck, Vorstand der Kaiserswerther Diakonie.
Timo Wissel, Abteilungsleiter im LVR-Inklusionsamt, und Angelina Fischer, LVR-Öffentlichkeitsarbeiterin, übergeben die Auszeichnung an Petra Kaczmarek, Sozialpädagogin Diakoniewerk, Timo Oehlke, Gärtnermeister Diakoniewerk. Aljoscha Liebert, Sozialpädagoge Diakoniewerk), Udo Horwat, Geschäftsführer der Diakoniewerk Duisburg GmbH.
Petra Bauer (m.), Inklusionsbeauftragte, und Gerhard Lößlein (r.), Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung, freuen sich über die Auszeichnung, die Christoph Beyer, Leiter des LVR-Inklusionsamtes, übergibt.
Christoph Beyer, Leiter LVR-Inklusionsamt, zeichnet die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach für ihr vorbildliches BEM aus: Michael Möller, Fachbereichsleiter Personal und Organisation, Uwe Schumann, Personalratsvertreter, Karola Stinn, ehemalige BEM-Beauftragte, Rita Büchel, BEM-Beauftragte, Lisa Sprenger, Abteilungsleitung Organisations- und Personalentwicklung.
Christoph Beyer, Leiter des LVR-Inklusionsamtes, zeichnet das Eisenwerk Brühl GmbH für sein BEM aus. Nicole Manderfeld, Leiterin Personal und Recht, Matthias Pampus-Meder, Geschäftsführer des Eisenwerks Brühl GmbH, Ismail Arikdogan, Betriebsratsmitglied, Frank Hofer, Schwerbehindertenvertreter und Monika Kern, Referentin Gesundheit und Soziales freuen sich über die Auszeichnung.

Kaiserswerther Diakonie. Das Unternehmen setzt auf transparente Kommunikation: Seit vier Jahren ist eine Diplom-Sozialpädagogin als BEM-Beauftragte tätig, die die Abteilungen regelmäßig auf dem Laufenden hält. Die Beschäftigten erhalten Infos rund um das BEM in Flyern, Mitgliederversammlungen und im Intranet. Um den BEM-Prozess weiterzuentwickeln, hat die Diakonie einen anonymen Evaluationsbogenentwickelt. Für die Mitarbeiter besteht die Möglichkeit einer Hospitation in anderen Bereichen, um – zum Beispiel nach längerer Erkrankung – mögliche alternative Arbeitsplätze kennenzulernen. 

Die Kaiserswerther Diakonie und ihre Tochtergesellschaften beschäftigen rund 2.500 Mitarbeiter und bestehen aus verschiedenen Bereichen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen.

Diakoniewerk Duisburg GmbH. Seit 2018 setzt das Diakoniewerk Duisburg GmbH beim BEM auf externe Unterstützung: Daniela de Wall-Kaplan ist Disability Managerin, Mitglied des BEM-Teams und steht den BEM-Beraterinnen und Beratern des Unternehmens mit ihrer Expertise zur Seite. Im vergangenen Jahr folgte eine neue BEM-Dienstvereinbarung, die sich durch einen Gesprächsleitfaden sowie regelmäßige Treffen der Akteure zur Analyse der internen Abläufe und Lösungswege auszeichnet.

Das Diakoniewerk Duisburg arbeitet als gemeinnützige Gesellschaft seit 1979 mit dem Ziel, durch die Errichtung, den Betrieb und die Unterhaltung von Einrichtungen, Menschen, die von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind, Hilfe anzubieten.

 

SPIE GmbH. Eine strukturierte Vorgehensweise ist Motor eines erfolgreichen BEM bei der SPIE GmbH:  Als Grundlage dient die Konzernbetriebsvereinbarung, die sich sehr detailliert mit dem Thema befasst. Besonders hervorzuheben ist, dass das BEM-Team von den Beschäftigten weitestgehend individuell zusammengesetzt werden kann. Das führt zu einer hohen Akzeptanz innerhalb der Belegschaft. 

Die Firma SPIE GmbH mit 3.476 Mitarbeitern ist eine Tochtergesellschaft der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH. Das Unternehmen bietet Instandhaltung sowie Wartung von großen elektrischen Anlagen, Facilitymanagement und stadtplanerische Dienstleistungen an.

Stadtverwaltung Bergisch Gladbach. Die Bewerbung der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach zeigt: Hier wird BEM engagiert gelebt. Besonders der Datenschutz und das Vertrauen der Mitarbeiter liegen den Verantwortlichen sehr am Herzen. Das BEM-Team wurde nach Abschluss der Dienstvereinbarung hinreichend geschult und für 2020 zudem eine neue Stelle geschaffen, die die Bedarfsschwerpunkte unter der Belegschaft analysiert und die bereits bestehende Gesundheitsförderung vorantreiben soll. 

Die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach besteht aus 14 Dezernaten und beschäftigt insgesamt rund 1.300 Mitarbeiter an 13 Standorten.

Eisenwerk Brühl GmbH. Seit mehr als zwei Jahren gibt es beim Unternehmen innerhalb der Personalabteilung das Team „Gesundheit und Soziales“. Dieses ist von Arbeitgeberseite aus hauptverantwortlich für das BEM und koordiniert das BEM-Team. Wie das Praxisbeispiel dieser Ausgabe belegt, hat die Eisenwerk Brühl GmbH BEM erfolgreich im Unternehmen etabliert.

Die Eisenwerk Brühl GmbH beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiter und ist einer der führenden Lieferanten für Motorblöcke und Zylinderköpfe aus Gusseisen in Europa.

Mehr zum Thema BEM beim LVR erläutert Ihnen gerne:

Portraitaufnahme von Birgit Werth

Birgit Werth

Bisherige Ausgaben der digitalen ZB Rheinland


Helle Deertz - Beraterin Globalvorhaben Inklusion bei der GIZ
Ausgabe 02-2021

ZB Rheinland Ausgabe 02-2021

Die Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema Arbeitsassistenz. Sie vermittelt einen lebhaften Eindruck vom Arbeitsalltag einer jungen Frau, die bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Bonn arbeitet – unterstützt von einer Arbeitsassistenz. 

Ausgabe 01-2021

ZB Rheinland Ausgabe 01-2021

Für die erste Ausgabe im Jahr 2021 hat ZB Rheinland die GaLa Service Inklusions­betrieb gGmbH, ein Garten- und Landschaftsbau­betrieb in Bergheim bei Köln, besucht und zeigt, warum Inklusions­unternehmen ein Gewinn für alle Beteiligten sind. 

Ausgabe 04-2020

ZB Rheinland Ausgabe 04-2020

Feuer und Flamme für BEM – ZB Rheinland zeigt ein gelungenes Betriebliches Eingliederungs­management (BEM) bei den Eisenwerken in Brühl. Die Mitarbeiter werden von der BEM-Beauftragten, der Schwerbehinderten­vertretung und dem LVR tatkräftig unterstützt.